Geschichte unserer Kirche – St. Maria Hilfe der Christen

Die Kirche St. Maria Hilfe der Christen wurde am Christkönigssonntag, den 23.11.1952 durch Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht geweiht. Die Kirchenbauweise war der Nachkriegszeit angepasst, nüchtern und schlicht, aber dennoch künstlerisch ausgestaltet.

Das Kirchengebäude ist 35m lang, 15m breit und 24m hoch. Unter seinem Dach befindet sich auch das Pfarrhaus. Es bietet Platz für 320 Sitzplätze und 900-1000 Stehplätze, durch den Anbau des Seitenschiffes.

Der Kirchturm ist bewusst nicht sehr prägnant, hat an der Spitze ein Kreuz und eine Fassadenmadonna. Die fünf Turmfenster sind im romanischen Stil gehalten. Außerdem beinhaltet er einen Glockenstuhl mit zwei Glocken aus Gärbersdorf (Kr. Neumarkt) in Schlesien. Gegossen wurden sie 1684 in Breslau, die kleinere Ø75 cm in d“, die größere Ø 91 cm in h‘.

Der Treppenaufgang ist mit Seitenarkaden versehen, darunter befinden sich die Jugendräume.

Das Altarbild, ein Graffito- und Fresko-Triptychon, stammt von Prof. Otto Habel 1955. Es stellt einen Kyrios-Christus mit Wundmalen dar. Er thront auf einem Regenbogen, der den Himmel- und Erdkreis teilt. Eingerahmt wird er durch die vier Evangelisten Matthäus (Engel/ Mensch), Markus (geflügelter Löwe), Lukas (geflügelter Stier) und Johannes (Adler). Vier Engelsgestalten singen das Gotteslob und zeigen das alte und neue Testament.

Auf der linken Seite befindet sich eine Schutzmantelmadonna. Die Patronin unserer Gemeinde.

Auf der rechten Seite ist Johannes der Täufer mit Kreuzstab, Fellmantel und Lamm Gottes zu sehen. Er verweist auf den auferstandenen Christus.

1994 wurde der neue Altarraum von Raphael Habel gestaltet – Altar, Ambos, Tabernakel sind aus Jura-Travertin.

Altar

Der Hauptaltar besteht aus dynamisierenden Kannelierungen. In der Tischplatte sind Kreuze sowie die Reliquien der Heiligen St. Lucens und St. Agapus eingemeißelt.

Ambo

Der Ambo trägt ein Weinstock-Ornament.

Tabernakel

Der Tabernakel ist aus Bronze und hat einen Rosenquarz sowie einen Kreis mit vertikalen Elementen, die eucharistische Gefäße oder den thronenden Christus darstellen.

Ewiges Licht

Die Halterung des Ewigen Lichtes stellt eine meditative Spirale mit drei Getreidehalmen dar.

Osterkerze

Die Osterkerze befindet sich auf einem Halter, der im Sandgussverfahren hergestellt wurde.

Altarkreuz

Das Altarkreuz, ein Bronzeständer mit Enkaustik-Farben aus Bienenwachs, Firnissen, Farbpigmenten und Gold, der Siegerfarbe des auferstandenen Christus.

Taufbecken
Hl. Dreifaltigkeit

Das Taufbecken wurde 1952 von Josef Fauser gestiftet. Auf der Abdeckung befindet sich ein Dreifaltigkeitssymbol, das Auge (Vater), das Kreuz (Sohn) und die Taube (Hl. Geist).

Steinfiguren

Die Steinfiguren in der Taufkappelle stammen ursprünglich von der ehemaligen Kanzel aus dem Kloster Beuron. Sie wurden 1956 von Ansgar Dreher gestaltet: Der Hl. Bonifatius, Missionar der Germanen, mit dem aufgeschlagenen Buch, der Apostel Petrus mit dem Schlüssel, Jesus Christus mit der Hl. Schrift, der Apostel Paulus mit dem Schwert und dem Bischofsstab, der Hl. Urban, der Winzerpatron, als Papst und der Hl. Benedikt mit den Klosterregeln.

Mondsichelmadonna

Der Nebenaltar ist dem Hl. Josef geweiht. Über ihm befindet sich eine Marienstatue, eine Mondsichelmadonna, mit Zepter, Krone und Jesuskind aus dem 18. Jh. Zunächst war sie eine Leihgabe der Familie Feifel, nach ihrer Restaurierung ging sie jedoch in den Besitz der Kirchengemeinde über.

Orgel

Seit 1970 befindet sich auf der Empore die Orgel aus Zinn- und Holzpfeifen mit Rückpositiv, Pedalwerk und Hauptwerk. Ein Orgelpositiv befindet sich seit 2002 für Gottesdienste an Werktagen und zur Unterstützung des Chores im Altarraum.